Motiv Hand hoch Junge

Kampagnenstart: Hand hoch für Freie Schulen

Freie Schulträger machen mit einer landesweiten Kampagne auf die kritische Lage der freien Bildung in Baden-Württemberg aufmerksam

Jeder zehnte Schüler in Baden-Württemberg besucht eine Freie Schule. Die ca. 1.200 Freien allgemeinbildenden Schulen, Berufsschulen und Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungs­zentren erfüllen ebenso wie staatliche Schulen öffentliche Bildungsaufgaben. Gerade in Baden-Württemberg blicken Schulen in freier Trägerschaft, unter ihnen viele konfessionelle Schulen und Waldorfschulen, auf eine lange und erfolgreiche Tradition zurück. Sie gestalten und bereichern die Schullandschaft und sind Innovationsmotoren für die Weiterentwicklung des Lehrens und Lernens, so unter anderem in den Bereichen Ganztagspädagogik und freie Lernformen. Bei einigen Schularten wie beispielsweise den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren für Erziehungshilfe liegt der Anteil der Schulen in freier Trägerschaft bei bis zu 80 %.

Oftmals haben sich die politisch Verantwortlichen in der Vergangenheit vorgenommen, der Bedeutung der Freien Schulen für das Bildungswesen in Baden-Württemberg auch dadurch gerecht zu werden, dass Schülerinnen und Schüler an Freien und öffentlichen Schulen weitgehend gleich behandelt werden. Dennoch sahen und sehen sich die Freien Schulen immer wieder Regelungen konfrontiert, die die Wahlfreiheit der Eltern einschränken, die Anstellung von Lehrerinnen und Lehrer an Freien Schulen erschweren oder zentrale Angebote wie die Ganztagsschule oder die Inklusion an Freien Schulen nur mangelhaft unterstützen. Kinder und Jugendliche an Freien Schulen müssen in vielen Bereichen eine spürbare Ungleichbehandlung hinnehmen, indem freien Trägern Fördermittel, die zur Umsetzung wichtiger schulpolitischer Entscheidungen vor Ort an allen Schulen notwendig sind, verwehrt bleiben.

Eine faire und verfassungskonforme Finanzierung für das freie Schulwesen in Baden-Württemberg ist noch lange nicht erreicht. Dies wurde zuletzt durch das Urteil des Staatsgerichtshofes im Juli 2015 unterstrichen. Die Rahmenbedingungen für das freie Schulwesen in Land müssen geklärt werden – fair und verfassungskonform.

Deshalb fordern die Schülerinnen und Schüler, die Eltern, die Mitarbeitenden und Lehrenden sowie die Verbände der Freien Schulen in Baden-Württemberg eine Gleichbehandlung und faire Finanzierung des freien Schulwesens mit einer 80%igen Mindestförderung ihrer Schülerinnen und Schüler – ohne Wenn und Aber!

 

 

Es liegt mir am Herzen, der gesamten Elternschaft unseres Bundeslandes näherzubringen welches Gemeinschaftsinteresse alle Eltern an der verfassungsrechtlich geschützten Existenz und auskömmlichen Förderung von freien Schulen haben. Für Bildungsvielfalt und die Alternativen in der Schulwahl für unsere Kinder und Familien müssen wir uns im Interesse aller stark machen.

Dr. Brigitte Reuther

Es liegt mir am Herzen, der gesamten Elternschaft unseres Bundeslandes näherzubringen welches Gemeinschaftsinteresse alle Eltern an der verfassungsrechtlich geschützten Existenz und auskömmlichen Förderung von freien Schulen haben. Für Bildungsvielfalt und die Alternativen in der Schulwahl für unsere Kinder und Familien müssen wir uns im Interesse aller stark
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